Die Jahresprognose 2009
So. Jetzt wird’s trendy und wir vom kaufroboter werden zu Wahrsagern. Hier könnt Ihr nämlich lesen, was im kommenden Jahr so alles passieren wird. Ende 2009 rechnen wir dann mal aus, was wir hier so alles richtig vermutet haben und geben die Prognose für 2010 ab. Jetzt aber mal zur Sache:
Januar 2009
Das Jahr fängt mal anders an, als die letzten Jahre: keine Preiserhöhungen. Die Händler haben Angst davor, die Angst der Kunden vor der Rezession könnte mit Preissteigerungen weiter geschürt werden. Hochkonjunktur haben nur die Krankenhäuser, die die vielen Silvesteropfer versorgen müssen, die sich mit den besonders günstig erworbenen Feuerwerkskörpern selbst verletzt haben.
Februar 2009
Die Kaufunlust der Amerikaner wächst weiter. Präsident Obama stellt sich vor, was George W. Bush gegen die Rezession getan hätte ((Nämlich: einen kleinen Krieg gegen ein Land, das zur Achse des Bösen gehört, angezettelt…)) und probiert voller Elan mal was Neues aus: Problemlösung statt Ablenkung.
März 2009
Die Krise schwappt endgültig nach Deutschland – aber entgegen allen Erwartungen begreifen die Deutschen das Problem eher als Chance. Zum Beispiel für die Umwelt. Die Leute setzen zunächst aus gefühltem Geldmangel verstärkt auf Gebrauchtwaren und recyclete Produkte und stellen fest, das sowas wirklich Sinn macht.
April 2009
Das komplette Kaufroboter-Team hat Geburtstag ((Kein Quatsch)) und die Welt hält andächtig inne
Mai 2009
Es wird wieder wärmer. Die Laune der Bevölkerung bessert sich. Viele Menschen in Deutschland entdecken das Liveshopping für sich und stellen fest, dass sich da echte Schnäppchen machen lassen.
Juni und Juli 2009
Klimawandel sei Dank wird es richtig warm und das alljährliche Sommerloch wird mit haarsträubenden Stories über Alligatoren in Kinderplanschbecken und einen fast handfesten Speiseeisskandal gefüllt. Die Discounter nutzen den Skandal, um endgültig die letzten noch im Verkauf befindlichen Reste an Frischmilch aus den Regalen zu entfernen und verteufeln die bösen Kühe.
August 2009
Hitzewelle. Die Discounter setzen so viele Ventilatoren und Klimageräte ab, wie nie zuvor. Auf dem von der Kanzlerin anberaumtem Hitzegipfel wird beschlossen, der breiten Masse aufklappbare Swimmingpools zur Verfügung zu stellen – und das schon bis 2039.
September 2009
Die Temperaturen fallen langsam unter 30 Grad. Die Discounter nehmen dies zum Anlass, die Regale mit den ersten Weihnachtsartikeln zu bestücken.
Auf dem Oktoberfest in München gibt es erstmal Spekulatius zum Brathändl.
Oktober 2009
Porsche kauft die restlichen deutschen Automobilhersteller und ein Urdeutscher Traum wird wahr: jeder kann ab sofort einen Porsche fahren.
November 2009
Die ersten Discounter ersetzen das Weihnachtssortiment durch das Ostersortiment. Silvesterraketen stehen einträchtig neben bunt gefärbten Eiern und Osterhasen.
Das Weihnachtsgeschäft in den Elektronikketten brummt und statt der bisher bewährten Null-Prozent-Finanzierung bieten die ersten Unternehmen Rabatte bei Finanzierung des Einkaufs an.
Dezember 2009
Die Arbeitnehmer taumeln die letzten Meter auf dem Weg zum Weihnachtsfest. Aus Angst vor Entlassungen hatten 50% der Arbeitnehmer auf ihren Jahresurlaub verzichtet – die Zahl der Krankentage tendiert gegen null.
Zu Weihnachten werden wieder unzählige Weihnachtsbäume angezündet und pünktlich am Montag den 28. Dezember werden die Weihnachtsgeschenke wieder zurück zu den Elektronikketten getragen, oder gleich Online verramscht.
Am Donnerstag, den 31.12.2009 sitze ich wieder hier und lache über das, was ich heute hier verbrochen habe. Nachdem die Lachtränen weggewischt sind, mache ich mich daran, mir das Jahr 2010 vorzustellen.
Kurztipp 2010
Alles wird wieder gut. Bestimmt.
In diesem Sinne: Guten Rutsch – bis übermorgen!





31. 12. 2008, 15:53 |
Trackback
RSS Feed